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AHV-Lohn
 

Der AHV-Lohn ist die Grundlage zur Berechnung der gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen der 2. Säule (BVG). Der AHV-Lohn ist der tatsächlich verdiente Lohn inkl. eventuell versicherten Zulagen.

Altersguthaben
 

Das Altersguthaben ist die Summe der Altersgutschriften (auch Sparbeiträge genannt), die eine versicherte Person zusammen mit dem Arbeitgeber im Laufe ihres Erwerbslebens in die 2. Säule einbezahlt sowie sämtlicher Einzahlungen (Einkauf / Freizügigkeitsleistungen / Rückzahlung WEF oder Scheidung) minus sämtliche Bezüge (WEF / Scheidung) und zuzüglich Zinsen der Pensionskasse. Zum Zeitpunkt der Pensionierung wird auf der Basis des Altersguthabens die Höhe der Altersrente bestimmt.

Altersgutschrift
 

Altersgutschriften sind Sparbeiträge, die jede versicherte Person und ihr Arbeitgeber an das Altersguthaben der versicherten Person leisten. Die Höhe der Altersgutschriften wird in Prozenten des versicherten Lohnes festgesetzt und ist abhängig vom Alter der versicherten Person.

Altersleistungen
 

Anspruch auf Altersleistungen der AHV haben Männer ab dem 65. und Frauen ab dem 64. Geburtstag. Anspruch auf Altersleistungen der beruflichen Vorsorge haben versicherte Personen ab Erreichung des Pensionierungsalters. Die reglementarischen Bestimmungen einer Pensionskasse können abweichend davon vorsehen, dass der Anspruch auf Altersleistungen mit der Beendigung der Erwerbstätigkeit bereits ab Alter 58 und spätestens ab Alter 70 entsteht.

Altersrente
 

Die Altersrente ist die geläufigste Form des Bezugs von Altersleistungen. Sie wird mittels Multiplikation des Altersguthabens zum Zeitpunkt der Pensionierung mit dem entsprechenden Umwandlungssatz berechnet. Rentenbeziehende haben lebenslang Anspruch auf die zu ihrem Pensionierungszeitpunkt definierte Altersrente.

Anlage
 

Wenn Kapital langfristig zur Erzielung von Ertrag, Wertzuwachs oder Erhaltung einer Substanz investiert (angelegt) wird, spricht man von einer Anlage (Kapitalanlage).

Anlagerendite (Performance)
 

Die Performance wird in der Regel auf ein Jahr hochgerechnet („annualisiert“) ausgewiesen. Als Performance wird das Verhältnis zwischen dem Gewinn/Verlust einer Investition und dem dafür eingesetzten Kapital bezeichnet. Zur Berechnung des eingesetzten Kapitals sind auch die jeweiligen Mittelfüsse im betrachteten Zeitraum zu berücksichtigen.

Anlagestrategie
 

Die Anlagestrategie definiert, in welche Anlageklassen (beispielsweise Aktien, Obligationen, Staatsanleihen, Rohstoffe oder Immobilien) ein Unternehmen investiert und wie das verfügbare Vermögen prozentual auf die unterschiedlichen Anlageklassen verteilt wird. Pensionskassen sind dabei an die Vorschriften des BVG und der entsprechenden Folgeerlasse gebunden.

Arbeitgeber
 

Als Arbeitgeber wird ein Unternehmen bezeichnet, das mit einer Pensionskasse einen Anschlussvertrag abschliesst und die Arbeitnehmenden gegen die Risiken Tod, Invalidität und Alter versichert.

Arbeitgeberbeitrag
 

Der Arbeitgeberbeitrag setzt sich zusammen aus dem Sparbeitrag (fürs Alter) und allenfalls (je nach Vorsorgeplan) aus dem Risikobeitrag (für die Risiken Tod und Invalidität). Das Total dieser Beiträge (inkl. Risiko) muss von Gesetzes wegen mindestens gleich hoch sein wie jenes der Versicherten.

Asset & Liability-Analyse (ALM-Analyse)
 

Unter Asset-Liability-Management (ALM) wird die Abstimmung und Kontrolle der Abhängigkeiten zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz sowie der Struktur und der zu erwartenden Entwicklung des Versichertenbestandes verstanden. Das Ziel einer ALM-Studie ist die Festlegung einer Anlagestrategie, welche auf die Leistungsziele, die Risikofähigkeit und die Risikobereitschaft der Pensionskasse zugeschnitten ist.

Auffangeinrichtung
 

Die Auffangeinrichtung ist eine gesamtschweizerische Vorsorgeeinrichtung, die von Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer errichtet wurde. Sie steht Arbeitgebern zur Verfügung, die sich keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen haben. Die Auffangeinrichtung ist verpflichtet, arbeitslose Personen für die obligatorische berufliche Vorsorge zu versichern. Zudem sind ihr seit 1995 alle Austrittsleistungen von Versicherten zu übertragen, die keine (neue) Vorsorgeeinrichtung angeben, der diese zweckgebundenen Austrittsleistungen überwiesen werden können.

Austrittsleistung
 

Als Austrittsleistung (Freizügigkeitsleistung) wird das Altersguthaben bezeichnet, das eine versicherte Person bis zum Datum ihres Austritts aus einem Anstellungsverhältnis erworben hat. Die Austrittsleistung wird entweder auf die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers übertragen oder, falls keine neue Stelle angetreten wird, auf ein Freizügigkeitskonto.

Barwert
 

Der Barwert ist der Wert, den zukünftige Zahlungen an einem festgelegten Berechnungs-stichtag besitzen. Dazu wird die Zahlung mit dem über diesen Zeitraum erzielbaren Zins diskontiert.

Beitragsprimat
 

Bei einem Pensionskassensystem nach Beitragsprimat richten sich Leistungen (für Alter, Invalidität, Tod) grundsätzlich nach der Summe der geleisteten Altersgutschriften bzw. Sparbeiträge zuzüglich Zinsen (Altersguthaben).

Benchmark
 

Ein Benchmark (auch Referenzindex) ist ein Massstab zum Vergleich von Ergebnissen oder Leistungen. Pensionskassen verwenden Benchmarks im Anlagebereich, um die Erreichung von Zielvorgaben zu prüfen. Bei der Wahl eines Benchmarks ist die Zusammensetzung des entsprechenden Indexes ausschlaggebend.

BVG
 

BVG ist die Abkürzung für Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Das BVG ist seit 1. Januar 1985 in Kraft. Verschiedene Aspekte des BVG sind auf Verordnungsebene (BVV) detailliert geregelt, so unter anderem, wie eine Pensionskasse ihr Vermögen anzulegen hat und welche Risiken sie dabei eingehen darf.

BVG-Grenzbeträge
 

Folgende Beträge sind für den obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge massgebend (Stand 2016):

  • Mindestjahreslohn Eintrittsschwelle BVGCHF 21‘150

  • maximal anrechenbare Jahreslohnes:CHF 84‘600

  • Koordinationsabzug:CHF 24‘675

  • maximaler koordinierter Lohn:CHF 59‘925

  • minimaler koordinierter Lohn:CHF 3‘525

  • maximale AHV-Altersrente:CHF 28‘200

BVG-Mindestzinssatz
 

Pensionskassen sind verpflichtet, die Altersguthaben ihrer Versicherten zu verzinsen. Der Bundesrat legt jährlich fest, zu welchem (minimalen) Zinssatz die Vorsorgeeinrichtungen die Altersguthaben der versicherten Personen im obligatorischen Bereich (BVG-Altersguthaben) verzinsen müssen. Im überobligatorischen Bereich ist die Verzinsung der Altersguthaben an keine gesetzlichen Vorschriften gebunden.